Mulberry Harbour construction site - POI227

Baustelle eines Mulberry-Hafens

15-12-1943 - 06-06-1944

Ferry Road, Hayling Island, Grossbritannien
Schlüsselwörter für diesen historischen Ort
Befreiung Sieg und niederlage
Liberation Route Europe

Baustelle eines Mulberry-Hafens

Im Rahmen der Planung der Operation Overlord wurde beschlossen, künstliche Häfen für die Verladung der schweren und sperrigen Güter einzusetzen, die man für eine erfolgreiche Invasion der Normandie benötigte. Diese Häfen wurden in Großbritannien gebaut, über den Ärmelkanal geschleppt und dann von der Armee in den Gewässern vor Frankreich montiert.

Hayling Island und Langstone Harbour waren zwei der Standorte, an denen die sogenannten »Mulberry-Häfen« entstanden, die am 6. Juni 1944 im Rahmen der Landung der Alliierten am »D-Day« über den Ärmelkanal geschleppt wurden. Diese künstlichen Häfen mit dem Codenamen Mulberry ermöglichten es den Alliierten, die zur Unterstützung der Invasion dringend benötigte Fracht auszuschiffen. Man entschloss sich zu diesem Schritt, weil in der Normandie keine großen Hafenanlagen gab.

Aufgrund von Sturmschäden musste der Hafen am Omaha Beach weniger als einen Monat nach dem »D-Day« aufgegeben werden. Der Mulberry-Hafen am Gold Beach, der den Spitznamen Port Winston erhielt, wurde hingegen weiter genutzt, um 4 Millionen Tonnen Vorräte, 2,5 Millionen Soldaten und eine halbe Million Fahrzeuge an Land zu bringen, bevor die Alliierten sechs Monate später den Hafen von Antwerpen einnahmen. Montiert von den Royal Engineers, bestand der fertige Hafen aus 33 Anlegestellen und 16 Kilometer langen schwimmenden Fahrwegen, die es erlaubten, problemlos sowohl Soldaten als auch Vorräte und Fahrzeuge an den Stränden der Normandie anzulanden.

Diese künstlichen Häfen bestanden aus fünf Bauteilen, die korrekt montiert einen Hafen von etwa der gleichen Größe wie Dover bildeten. Wellenbrecher sorgten dabei für die für einen Hafen notwendigen ruhigen Wasserbedingungen. Zwei unterschiedliche Bauformen kamen zum Einsatz: die »Bombardons«, schwimmende äußere Wellenbrecher, sowie statische Wellenbrecher. Als Bauteile nutzte man »Corncobs« (Sperrschiffe, die an einer dafür vorgesehenen Stelle versenkt wurden) sowie »Phoenix« (Senkkästen aus Beton, mit denen die Sperrschiffe stabilisiert wurden). Wenn sich alle Einzelteile an ihren vorgesehenen Stellen befanden, entstand ein »Gooseberry« – jenes ruhige Gewässer, das für den Bau des eigentlichen Hafens vonnöten war. Die letzten Bauteile waren dann die schwimmenden Fahrwege oder Seebrücken (»Beetles« bzw. »Whales«) und die Molenköpfe bzw. Anlegestellen (»Spuds«), an denen die Schiffe entladen werden konnten.

Touristische Informationen

Die Stellen am Ufer von Langstone Harbour, an denen die Teile der Mulberry-Häfen gebaut wurden, sind der Öffentlichkeit zugänglich. Am Bauort steht nach wie vor ein defekter Senkkasten an Ort und Stelle.

Mediengallerie

Baustelle eines Mulberry-Hafens

Hayling Island und Langstone Harbour waren zwei der Standorte, an denen die sogenannten »Mulberry-Häfen« entstanden, die am 6. Juni 1944 im Rahmen der...

Ferry Road, Hayling Island, Grossbritannien

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