GrossbritannienKent

Burganlage Dover Castle

Großbritannien war 1944 Ausgangspunkt für die alliierte Invasion auf dem Festland. In Kent wollte man das Dritte Reich mit einer großangelegten Täuschungsaktion davon überzeugen, dass die Landung über die Straße von Dover erfolge – und nicht in der...

Liberation Route Europe

Liberation Route:GrossbritannienKent

1944 waren die Invasionsvorbereitungen in Großbritannien voll im Gange. Zur Sicherstellung des Landungserfolges gab es großangelegte Täuschungsmanöver. Dieses sollten die Deutschen davon überzeugen, dass die Landung bei Calais, also an der engen Straße von Dover geplant sei – und dass eine Invasion in der Normandie auszuschließen sei. In Kent wurde sogar eine fiktive Heeresgruppe stationiert. Diese Verschleierungstaktik war derart erfolgreich, dass die Wehrmacht in Erwartung einer weiteren westalliierten Invasion auch nach der Landung in der Normandie starke Truppenverbände im Abschnitt von Calais beließ.

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Geschichte hervorheben: Operation Fortitude South

Im Vorfeld der Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 wurde Kent zum Schauplatz eines der größten Täuschungsmanöver des gesamten Krieges, der Operation Fortitude South. Um die deutsche Armeeführung in die Irre zu leiten und den tatsächlichen Ort der alliierten Invasion in Westeuropa zu verschleiern, wurden in der Gegend um Dover aufwendige militärische Vorbereitungen getroffen. Das war aber nichts als ein großer Bluff.

Eines der größten Täuschungsmanöver des Krieges
In dieser Abbildung:
Operation Fortitude South
Flugzeugattrappe als Teil des Täuschungsmanövers im Rahmen von Operation Fortitude.

Operation Fortitude sollte das deutsche Militär täuschen und den tatsächlichen Ort der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 verschleiern.
Während Operation Fortitude North den Anschein einer bevorstehenden alliierten Invasion in Norwegen erweckte, täuschte Operation Fortitude South die Landung über die Straße von Dover vor. Beide Operationen sollten die Deutschen veranlassen, Truppen aus der Normandie abzuziehen.

Den Deutschen erschien die Straße von Dover als der wahrscheinlichste Ort einer Landung, denn hier war die Entfernung über den Kanal am kürzesten. Eine fiktive 1. US-Armeegruppe (FUSAG) wurde in Kent „stationiert“, unterstützt durch die Errichtung von Straßen, Brücken, Gebäuden, Startbahnen und Kais, wo Flugzeug- und Schiffsattrappen aufgestellt wurden. Sogar ein falscher Funkverkehr wurde aufgenommen.

Eine dechiffrierte Nachricht des japanischen Botschafters an seine Regierung in Tokio, in der auf ein Gespräch mit Hitler Bezug genommen wurde, zeigte, dass die Deutschen tatsächlich eine alliierte Landung über die Straße von Dover erwarteten. Am 5. Juni 1944 wurde eine Scheinlandung von Dover aus gestartet, während bei der tatsächlichen Invasion am 6. Juni, der Operation Overlord, 185.000 Soldaten erfolgreich in die Normandie übersetzten.

Selbst lange nach der Landung in der Normandie beließ Hitler seine besten Einheiten an der Straße von Dover, da er dort eine noch größere Invasion zu einem späteren Zeitpunkt erwartete.

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