FrankreichElsass

Im November 1944 wurde der nördliche Teil des Elsass von der 7. US-Armee befreit und das im Süden gelegene Belfort von der französischen 1. Armee zurückerobert. Dazwischen lag der Brückenkopf Elsass (Poche de Colmar), ein großes Gebiet in der Gegend...

Liberation Route Europe

Liberation Route:FrankreichElsass

Am 31. Dezember 1944 begannen die Deutschen die Operation „Unternehmen Nordwind“ in der Hoffnung, von der Abschwächung der amerikanischen Front infolge der Ardennenoffensive zu profitieren. Der Angriff auf das Nordelsass wurde, nach erbitterten und verlustreichen Gefechten unter winterlichen Bedingungen, von den Alliierten gestoppt. Am 20. Januar 1945 starteten die französischen Streitkräfte ihre Offensive, um den Brückenkopf bei Colmar zu dezimieren. Nachdem sie den heftigen Widerstand der Deutschen überwunden hatten, befreiten französische Truppen am 3. Februar 1945 Colmar. Bis zum 9. Februar hatte man alle deutschen Truppen westlich des Rheins entweder aufgerieben oder nach Deutschland zurückgedrängt. Das Elsass war befreit.

Die Geschichte erleben

Geschichte hervorheben: Die Befreiung des Elsass

Die Befreiung des Elsass vollzog sich in Etappen. Logistische Probleme, zerstörtes Gelände, hartnäckiger deutscher Widerstand und Differenzen zwischen den alliierten Kommandeuren führten dazu, dass sich die Kämpfe zur Befreiung der Region wochenlang hinzogen.

Die zuletzt befreite Region Frankreichs
In dieser Abbildung:
US-amerikanische Soldaten bei Raon-l'Etape
US-amerikanische Soldaten bei Raon-l'Etape

Der alliierte Sieg in der Normandie und die erfolgreiche Operation Dragoon zwangen die deutschen Truppen zu einem raschen Rückzug. Bei der schnellen Verfolgung wurden auf Seite der Alliierten jedoch unverhältnismäßig viel Benzin und andere Güter verbraucht, die von den Stränden der Normandie oder den Häfen in der Provence hertransportiert werden mussten. Infolge logistischer Probleme war General Eisenhower Anfang September gezwungen, Prioritäten zu setzen, und entschied sich für einen Angriff auf das Ruhrgebiet.

 Unterdessen stießen amerikanische und französische Streitkräfte in der Gegend um Metz und an der Burgundischen Pforte auf entschlossenen deutschen Widerstand und wurden gestoppt, bevor sie ihre Ziele im Elsass erreicht hatten. Erst Mitte November 1944 gelang es den Alliierten, die feindlichen Linien zu durchbrechen. Im Süden befreiten die Franzosen Belfort und erreichten den Rhein. Im Norden durchbrach die 7. US-Armee die deutschen Verteidigungslinien in den Vogesen. Die 2. französische Panzerdivision nutzte diesen Erfolg aus und befreite am 23. November Straßburg.

Trotz der Erfolge verbot General Eisenhower der 7. US-Armee unter General Patch, den Rhein zu überqueren und zu versuchen, die deutsche Verteidigung am Westwall zu umgehen. Südlich von Straßburg, in der Gegend um Colmar, war es den Deutschen gelungen, ein großes Gebiet (den „Brückenkopf Elsass“) am westlichen Rheinufer zu halten. Wieder kam es zu einer Pattsituation.

Am Silvesterabend 1944 leiteten die Deutschen das Unternehmen Nordwind ein – der letzte Versuch, das Blatt im Westen zu ihren Gunsten zu wenden. Nach dreiwöchigen blutigen Kämpfen wurden die deutschen Truppen aufgerieben. Vom 20. Januar bis 9. Februar räumte die 1. französische Armee, verstärkt durch US-Truppen, den Brückenkopf Elsass bei Colmar und befreite damit den letzten großen Teil französischen Gebiets, das sich noch unter deutscher Besatzung befand.

Die vollständige Geschichte lesen