Chodské Square

Chodské náměstí (Chodské-Platz)

Pilsen, Tschechische Republik
Schlüsselwörter für diese Sehenswürdigkeit
Kämpfen Befreiung Sieg und niederlage
Liberation Route Europe

Chodské náměstí (Chodské-Platz)

Am 4. Mai 1945 überquerte das 9. Infanterieregiment der 2. U.S.-Infanteriedivision »Indianhead« die Ostgrenze des Dritten Reichs und drang in die besetzte Tschechoslowakei vor. Das Denkmal auf dem Chodské-Platz erinnert in Dankbarkeit an die Befreiung der Bevölkerung Pilsens durch die damalige »2nd Infantry Division«.

Kurz vor zwölf Uhr mittags errichtete das Regiment seine Kommandozentrale in Neukirchen. Noch bevor das Regiment die volle Kontrolle über den neuen Frontsektor erlangt hatte, ergab sich (laut den Angaben eines Augenzeugen, eines Offiziers der U.S.-Streitkräfte, aus dem Mai 1945) die deutsche 11. Panzerdivision mit 12.000 bewaffneten Soldaten der 90. U.S.-Infanteriedivision.

Die ganze Nacht über rollten deutsche Panzer, Lastwagen und gepanzerte Fahrzeuge durch die Stellungen der U.S.-Streitkräfte. Der Anblick der deutschen 11. Panzerdivision war bemerkenswert: Ihre Soldaten schienen zu den besten Truppen der Deutschen zu gehören. Die Männer fuhren in Reih und Glied ihrer Gefangenschaft entgegen und wirkten dabei sauber und ausgeruht - ganz im Gegensatz zu anderen, vom Kampf gezeichneten Wehrmachtseinheiten. Fahrzeuge in großer Zahl sowie Artillerieeinheiten wurden den U.S.-Streitkräften übergeben, von Panzern und Selbstfahrlafetten bis hin zu Hunderten von Automobilen, Lastwagen und Geländewagen. Die dazzugehörige Munition hätte für eine schwere Schlacht gereicht; stattdessen wurden Munition und Waffen an dafür bestimmten Plätzen abgeliefert.

Die Idee für ein Denkmal zu Ehren der 2. U.S.-Infanteriedivision stammte von Dr. Pershing Wakefield, einem Veteranen der Divsion aus dem zweiten Weltkrieg.

Dr. Wakefield (der auch den Entwurf für das Denkmal erstellte) erzählte über Pilsen: »Der beste Teil unserer gefahrvollen Reise von Omaha Beach durch die Normandie, Brest und Deutschland war die Befreiung der Tschechoslowakei. Unsere neuen Freunde hießen und ohne Zögern in ihren Häusern willkommen, und wir feierten gemeinsam unseren großen Sieg.«

Die Spieler des Eishockeyclubs HC Škoda Pilsen tragen bis heute einen Indianerkopf auf ihren Trikots und sind unter dem Spitznamen »Indianer« bekannt - beides zu Ehren der 2. U.S.-Infanteriedivision.

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