Antonín Liška

Antonín Liška

14-07-1911 - 03-12-1998

Schlüsselwörter für diese Biografie
Kämpfen Befreiung Besatzung Sieg und niederlage
Liberation Route Europe

Antonín Liška

Antonín Liška begann ein Studium am Lehrerkolleg in Pilsen, entschloss sich jedoch, der polnischen Luftwaffe beizutreten und war von 1937-1939 Pilot im 1. Luftgeschwader. Nach der deutschen Invasion Polens setzte er sich ab und führte den Kampf gegen die Deutschen weiter, zunächst aus Polen und danach aus England.

»Spätestens ab März 1939 betrachtete ich die Fortsetzung des Kampfes gegen die Besatzer als moralische Pflicht«, so Liška. »Da ein aktiver Widerstand in Polen selbst unmöglich war, gingen wir ins Ausland. Ich hatte kurz zuvor geheiratet, daher war es keine leichte Entscheidung, aber meine junge Frau musste noch viel mehr aufgeben, weil sie unser Baby erwartete. Das Kind kam sechs Monate nach meiner Flucht zur Welt.«

Seine Frau Mary wurde verhaftet und verbrachte über ein Jahr in einem Konzentrationslager in Svatoborice, das von den Besatzungstruppen für die Angehörigen derjenigen Soldaten errichtet worden war, die sich den Alliierten angeschlossen hatten. Liška selbst war nach der Niederlage Polens von sowjetischen Truppen gefangengenommen worden, die Polen von Osten aus überfallen hatten. Nach seiner Entlassung 1940 machte er sich auf den Weg nach England. 1941 trainierte er als Mitglied der 312. Jagdstaffel der RAF (einem Luftverband der tschechoslowakischen Exilarmee) Jagdeinsätze auf der Spitfire, und bis zum 29. Juni 1942 hatte er insgesamt 151 Flugstunden gesammelt.

An jenem schicksalshaften Tag verunglückte Liška schwer - entweder aufgrund eines technischen Fehlers an seiner Maschine oder durch Feindeinwirkung. Er verbrachte die nächsten acht Monate im Hospital. 1945 kehrte er in die Tschechoslowakei zurück und erhielt dort mehrere Auszeichnungen. Im Jahre 1989 verlieh die Stadt Pilsen ihm die Ehrenbürgerschaft; außerdem wurde er Ehrenvorsitzender des örtlichen Fliegerclubs. Liška war außerdem ein talentierter Schriftsteller und veröffentlichte insgesamt drei Bücher über seine Kriegserfahrungen: Shadows on the Sky (1946), How to Shy the Death (1983) und The Journeys of Men (1992). Zusätzlich erhielt er den Ehrenpreis der Stadt Pilsen für sein Lebenswerk. Antonin Liška liegt in seiner Heimatstadt Hranice begraben.

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