Martyred town of Houffalize

Houffalize – die zerstörte Stadt

20-12-1944 - 16-01-1945

Cour de l'Abbaye, Houffalize, Belgien
Schlüsselwörter für diesen historischen Ort
Bombardierungen Zerstörung Befreiung Terror und vernichtung
Liberation Route Europe

Houffalize – die zerstörte Stadt

Der belgische Ort Houffalize lag strategisch günstig an einer Kreuzung an der Ourthe, südlich von Lüttich und unmittelbar nördlich von Bastogne mitten in den Ardennen. Deutsche Truppen besetzten den Ort vom 20. Dezember 1944 bis zum 16. Januar 1945. Er wurde mehrmals von Kampffliegern der Alliierten bombardiert und dabei fast vollständig zerstört; 189 Zivilisten verloren ihr Leben.

Während sich die Zivilbevölkerung in Belgien nach der Befreiung ihres Landes im September 1944 auf das Weihnachtsfest vorbereitete, fielen plötzlich erneut Bomben. Die Menschen waren im Zentrum von Kämpfen – der deutschen Ardennenoffensive – gefangen, die im Dezember 1944 begannen. Mit insgesamt 3.000 Todesopfern forderten die Kampfhandlungen einen hohen Preis von der Bevölkerung. In grausamen Massakern wie bei Stavelot oder Bande wurden rund 250 Zivilisten von der deutschen SS und dem SD ermordet.

Ähnlich viele Tote unter der Zivilbevölkerung gingen jedoch auf das Konto der Alliierten. Viele Kleinstädte in den Ardennen, gelegen an wichtigen Kreuzungen in einer hügeligen, von Marschland durchsetzten Landschaft, in der Panzer gut über die Straßen vordringen konnten, wurden zum Schauplatz schwerer und verlustreicher Gefechte. Zu ihnen gehörten u. a. Bastogne, Malmedy, Houffalize, La Roche und Saint Vith – ein großer Verschiebebahnhof, der von amerikanischen und britischen Luftangriffen fast vollständig zerstört wurde. In den drei belgischen Provinzen Namur, Liège (Lüttich) und Luxembourg wurden mindestens 11.000 Häuser dem Erdboden gleichgemacht. Genau wie die kämpfenden Truppen inmitten der Schlacht umstellt, suchte die Zivilbevölkerung Zuflucht in den Steinkellern der Region, deren dicke Mauern während der Bodengefechte Schutz boten. Doch bei Luftangriffen gab es keinen sicheren Ort. Die meisten Bewohner flüchteten sich in die Keller, wo sie ohne Nahrung, Kleidung und Heizung einen der kältesten Winter seit Menschengedenken überstehen mussten.

Nach Kriegsende wurden die Häuser in den Ardennen wieder aufgebaut, aber der Tod blieb in der gesamten Region allgegenwärtig: Im Erdreich befanden sich Hundertausende nicht gezündeter Bomben, Granaten und andere Blindgänger.

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Houffalize – die zerstörte Stadt

Während sich die Zivilbevölkerung in Belgien nach der Befreiung ihres Landes im September 1944 auf das Weihnachtsfest vorbereitete, fielen plötzlich...

Cour de l'Abbaye, Houffalize, Belgien

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