Belgien

Die Freude der belgischen Bevölkerung

Die deutsche Armee rückte im Frühjahr von 1940 über die Ardennen in Belgien ein und schlug die alliierten Streitkräfte. Für die Belgier bedeutete dies vier Jahre Besatzung, bis das Land 1944 befreit wurde. 

Liberation Route Europe

Liberation Route Europa in Belgien Belgien

Im Mai 1940 griffen deutsche Truppen Belgien an und kreisten mit einem Vorstoß durch die Ardennen die Alliierten ein. Es folgte eine vierjährige Besatzung, während der große Teile der jüdischen Bevölkerung deportiert wurden. Tausende Belgier starben. 1944/45 wurde Belgien zu einem strategisch wichtigen Schauplatz, als die Alliierten versuchten, Antwerpen als Nachschubhafen einzunehmen, und die Deutschen mit der Ardennenoffensive einen letzten Versuch unternahmen, das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden.

Biografien

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Geschichte hervorheben: Befreiung Belgiens

Am 2. September 1944 überquerten die alliierten Truppen an mehreren Stellen die belgische Grenze. Der größte Teil des Landes wurde in nur zehn Tagen befreit. Doch damit war die deutsche Besatzung noch nicht beendet: Zwei Monate später überraschte Hitler die Alliierten mit einem letzten Angriff – der Ardennenoffensive.

Die schnelle Lösung
In dieser Abbildung:
Befreiung Belgiens
Amerikanische Panzer bei Gelin in Belgien, 3. September 1944.

Am Morgen des 2. September 1944 überquerte die 2. US-Armee auf dem Weg nach Tournai die belgische Grenze in der Nähe des Dorfes Cendron (Provinz Hennegau). Am selben Tag packten deutsche Besatzer und belgische Nazi-Kollaborateure rasch ihre Koffer, während die 2. Britische Armee bei Douai in Frankreich den Befehl erhielt, auf Brüssel zu marschieren. Die britischen Soldaten erreichten Belgien am 3. September und zogen am Abend gemeinsam mit der belgischen Brigade Piron in die Hauptstadt ein. Am 17. September war fast das gesamte Staatsgebiet befreit. Diese rasche Befreiung wurde unter anderem durch das unermüdliche Wirken der Widerstandsgruppen ermöglicht, die den alliierten Truppen als ortskundige Führer dienten, Zerstörungen wie etwa die des Hafens von Antwerpen durch flüchtende deutsche Truppen verhinderten und Kollaborateure zur Strecke brachten.

Die Alliierten wurden in Belgien wie Helden empfangen. Überall im Land waren die Straßen mit amerikanischen, britischen, französischen, sowjetischen und natürlich belgischen Fahnen geschmückt. Im Gegenzug schenkten die Truppen der Bevölkerung Mangelware wie Bohnenkaffee, Schokolade, Zigaretten, Coca-Cola, Jazzmusik und vieles andere. Die rechtmäßigen Autoritäten Belgiens wurden wieder eingesetzt, und ab dem 20. September nahm Prinz Karl, der Bruder des abwesenden Königs Leopold III., offiziell die Regentschaft wahr. Nach dem Abrücken der deutschen Besatzer galt es nun, die Kollaborateure zur Rechenschaft zu ziehen. Sanktionen wurden verhängt und die Bürger praktizierten eine Art Volksjustiz: Frauen wurden kahlgeschoren und es kam zu zahlreichen Fällen von Lynchjustiz, wenn auch tatsächliche Hinrichtungen eher die Ausnahme blieben. Aber Deutschland hatte noch nicht die Absicht zu kapitulieren. Am 16. Dezember überraschte Hitler Freund und Feind mit einem letzten Angriff, der so genannten »Ardennenoffensive«. Erst nach weiteren sechs Wochen erbitterter Kämpfe konnte das gesamte belgische Staatsgebiet am 4. Februar 1945 befreit werden.

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