Friedhof für die Verteidiger der Westerplatte

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der frühere stellvertretende Kommandant des Munitionsdepots, Hauptmann Dąbrowski, für die Einrichtung eines Friedhofs für die beim Angriff der Deutschen Gefallenen ein. Die Urne mit der Asche von Major Sucharski wurde 1971 dorthin überführt.

Der stellvertretende Kommandeur des Depots, Hauptmann Franciszek Dąbrowski, diente nach dem Krieg im Rang eines 2. Leutnants der polnischen Marine im neuen Danziger Hafen. Die Schaffung des Friedhofs für die Gefallenen der Westerplatte war seine Idee. Der Friedhof befindet sich inmitten der Ruinen des Wachhauses Nr. 5, wo die meisten Verteidiger gefallen waren. Ingenieur Stefan Jelnicki plante den Friedhof. Der Bau der Anlage wurde von Aleksander Kisielewicz übernommen. An der Grabstelle wurde ein Kreuz errichtet und eine zunächst unvollständige Namenstafel der Gefallenen angebracht. Kleine, mit Ketten verbundene Säulen markierten den Ort. Die Anlage wurde am 29. Juli 1946 unter Teilnahme hochrangiger Militärs eingeweiht.

Die ursprüngliche Namenstafel wurde 1957 durch eine neue Tafel ersetzt, die nunmehr die Namen aller Verteidiger der Westerplatte enthielt. 1962 entfernten die Behörden das Kreuz und stellten an seiner Stelle einen sowjetischer Panzer vom Typ T-34 auf. Die Veteranen brachten das Kreuz zum Friedhof im neuen Hafen. 1971 überführte man die Urne mit der Asche von Major Henryk Sucharski hierher. Das Originalkreuz wurde am 30. August 1981 von der Solidarność -Bewegung wieder an seinen ursprünglichen Standort gebracht. Den sowjetischen Panzer brachte man 1989 an einen der ehemaligen befestigten Außenposten der Westerplatte. Kleinere Grabkreuze wurden als Symbol für die gefallenen Verteidiger der Westerplatte aufgestellt.

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