Mahnmal

Im Jahr 1966 wurde ein 25 Meter hohes Denkmal auf der Halbinsel Westerplatte errichtet. Die Kommunisten verwendeten es hauptsächlich als Propagandainstrument. Erst viele Jahre später wurde es zu einem bedeutenden Ort der Erinnerung an die Schlacht um die Westerplatte und den Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Die heroische Verteidigung des Munitionsdepots auf der Westerplatte ist ein wichtiges Ereignis der polnischen Geschichte. Für die kommunistischen Führer im Nachkriegspolen stand es aber für das „bürgerliche“ Polen. Sie wollten es am liebsten ignorieren und die Erinnerung daran unterdrücken. Mit dem Ende des Stalinismus im Jahr 1956 veränderte sich ihre Position etwas. Um gesellschaftliche Anerkennung zu gewinnen, griffen die Kommunisten eifrig nationale Traditionen und Symbole auf. Im Jahr 1966 wurde dann ein 25 Meter hohes Denkmal auf der Westerplatte errichtet.

Es war jedoch nicht den Verteidigern der Westerplatte, sondern den Verteidigern der Küste im Allgemeinen gewidmet. Zu viel Unterstützung nationaler polnischer Tendenzen sollte vermieden werden. Auf dem Denkmal sind die Namen Murmansk, Atlantikküste, Ärmelkanal und Mittelmeer zu lesen.

Mit dem Bau eines zum Denkmal führenden Hauptweges wurden Teile der noch bestehenden Kaserne zerstört. So wurden historische Werte der Propaganda untergeordnet. Die kommunistischen Führer benutzten das Denkmal als Vorzeigeobjekt. Delegationen aus aller Welt wurden eingeladen, es zu besuchen, und vor ihm fanden militärische Zeremonien und offizielle Kundgebungen statt. 1987 besuchte Papst Johannes Paul II. die Westerplatte. Noch heute ist das Denkmal einer der beliebtesten Orte für Geschichtsinteressierte und Touristen.

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