Das deutsche Schlachtschiff „Schleswig-Holstein“ / Der Angriff auf die Westerplatte

Das veraltete deutsche Schlachtschiff „Schleswig-Holstein“ spielte beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle. Nachdem es unter einem Vorwand im Hafen von Danzig angelegt hatte, begann es in den frühen Morgenstunden des 1. September 1939, die polnischen Verteidigungsstellungen auf der Halbinsel Westerplatte zu beschießen. Damit waren die ersten Schüsse im Zweiten Weltkrieg gefallen.

Das deutsche Schlachtschiff SMS „Schleswig-Holstein“ ist 1906 gebaut worden. Das als veraltet geltende Schiff, das zur Ausbildung von Marinekadetten genutzt wurde, lief am 25. August 1939 zu einem angeblichen Höflichkeitsbesuch in den Hafen von Danzig ein. Es ankerte unmittelbar gegenüber der Westerplatte. Unter Deck versteckt hielten sich 225 Soldaten bereit.

Nachdem das erste Artilleriefeuer von der „Schleswig-Holstein“ eingestellt worden war, versuchte der Bahnhofsvorsteher von Danzig-Westerplatte, Wojciech Najsarek, zusammen mit einem Wehrfreiwilligen zu den polnischen Stellungen zu laufen. Er wurde aber von den Soldaten eines Stoßtrupps der deutschen Marineinfanterie entdeckt und erschossen. Najsarek war der erste im Zweiten Weltkrieg gefallene polnische Soldat.

Die „Schleswig-Holstein“ überstand den Krieg nicht. Am 18. Dezember 1944 wurde sie von Bombenflugzeugen der Royal Air Force getroffen und sank im Niedrigwasser bei Gdynia (damals Gotenhafen). Nachdem die sowjetische Marine das Schiff notdürftig zusammengeflickt hatte, diente es ihr nach dem Krieg für Zielübungen im Finnischen Meerbusen. Die noch vorhandenen Reste des Schiffes liegen jetzt auf dem Meeresboden.

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