Überreste von Schützengräben im Reichswald

Mit Operation Veritable verfolgten die Alliierten das Ziel, die Deutschen aus dem Reichswald, einem großen, dichten Waldgebiet an der niederländisch-deutschen Grenze, zu vertreiben. Das geschah in einem erbitterten Kampf, der stark an den Grabenkrieg des Ersten Weltkriegs erinnerte.

Mit Operation Veritable verfolgten die Alliierten das Ziel, die Deutschen aus dem Reichswald, einem großen, dichten Waldgebiet an der niederländisch-deutschen Grenze, zu vertreiben. Die Schlacht fand im Februar 1945 unter extrem kalten und nassen Witterungsbedingungen statt. Tief im Wald führten die gegnerischen Infanterieeinheiten um ihre Positionen in den Schützengräben einen erschöpfenden Kampf Mann gegen Mann. Oft ging den Gefechten heftiger Artilleriebeschuss voraus.

Den Worten des Kommandeurs des 30. britischen Korps, General Horrocks, zufolge ließen diese Auseinandersetzungen „keinen Raum für Manöver, keinen Platz für Klugheit”. Die Infanterie musste es ausfechten. Das Gelände zwang die britischen und kanadischen Truppen, an einem sehr schmalen Frontabschnitt vorzustoßen. Schlechtes Wetter sowie die Flutung großer Gebiete durch die Deutschen engten die Bewegungsfreiheit zusätzlich ein. Das Waldgebiet war für die Verteidiger, die sich nur durch brutalen Nahkampf aus ihren Positionen vertreiben ließen, wie geschaffen. Die Fähigkeiten und der Mut jedes einzelnen Soldaten waren gefragt. Die sich gegenüberstehenden Einheiten trugen einen erbitterten Kampf aus, gewannen aber auch angesichts des von beiden Seiten unter diesen Bedingungen bewiesenen Muts Achtung voreinander.

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