Britischer Ehrenfriedhof Kleve

Der Britische Ehrenfriedhof im Reichswald ist der größte Friedhof für Soldaten des Commonwealth auf deutschem Boden. Hier sind 7.654 Gefallene, zumeist Angehörige der Royal Air Force und Fallschirmjäger, bestattet. Er befindet sich im Reichswald, einem dichten Waldgebiet an der niederländisch-deutschen Grenze, das im Februar 1945 Schauplatz erbitterter Gefechte war.

Der Britische Ehrenfriedhof im Reichswald erinnert an die brutalen Gefechte, die in den letzten Kriegsmonaten im Rheinland geführt wurden. Er befindet sich im dichten Gehölz des Reichswalds. In diesem weiten Waldgebiet verloren die britischen und kanadischen Truppen 6.000 Mann. Unter den hier begrabenen 7.654 Soldaten sind allerdings auch 4.000 Angehörige der Royal Air Force, die in der Zeit von 1940 bis 1944 im Einsatz ums Leben kamen. Ihre Überreste wurden von Friedhöfen und aus Einzelgräbern hierher umgebettet. Außerdem sind hier Soldaten des Commonwealth, die bei Operation Plunder (der tatsächlichen Rheinüberquerung) und Operation Varsity (der großen Luftlandeoperation zur Unterstützung der Rheinüberquerung) gefallen sind, bestattet.

Die Kämpfe im Reichswald waren Teil einer größeren Schlacht, die auf ganzer Länge des Rheins tobte und bei der beide Seiten im Kampf um das Rheinland schwere Verluste erlitten. Das Vordringen auf den letzten 30 Kilometern bis zum Rhein kostete die alliierten Streitkräfte genau so viel Zeit wie die nächsten 300 Kilometer ins Innere Deutschlands. Die deutschen Streitkräfte waren sich der Tatsache vollauf bewusst, dass ihnen das Rheinland die letzte Möglichkeit bot, eine wirksame Verteidigung zu organisieren. Verzweifelt hielten sie ihre Stellungen unter schweren Verlusten für sich und ihre Gegner. Nur wenige der im Reichswald gefallenen Soldaten sind auf diesem Friedhof bestattet.

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