Die Dreisprungkirche

Die Dreisprungkirche

Am 28. Oktober stand sie noch hier: die beeindruckende Kirche Unsere heilige Mutter des guten Rates. Um zu verhindern, dass die aufrückenden Polen den Kirchturm als Observationsposten nutzen können, bringt ein deutsches Sprengkommando Sprengladungen am Turm an. Gleichzeitig suchen 52 verängstigte Menschen im Keller unter der Kirche Zuflucht.

Die deutschen Sprengkommandos sprengten häufig hohe Gebäude, wenn sie sich durch den Aufmarsch der Alliierten zurückziehen mussten. Auch die Kirche, die damals hier an dieser Stelle stand, ereilte dieses Schicksal. Der Turm sollte vom Gegner nicht als Observationsposten genutzt werden können. Aus dem selben Grund wurden auch andere hohe Gebäude, wie Wassertürme und Mühlen, in die Luft gejagt.

Die Kirche, die an dieser Stelle stand, wurde allerdings ohne jegliche vorherige Warnung gesprengt, obwohl sich im Schutzkeller unter der Kirche 52 ängstliche Menschen befanden. Keiner wusste, ob weitere Explosionen folgen würden und was danach geschehen würde. Eine riesige Staubwolke drang herein und alle mussten sofort den Keller verlassen.

Das Sprengkommando war bereits spurlos verschwunden. Das Schicksal der ängstlichen Bürger Bredas im Keller schien ihnen ziemlich egal zu sein.


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