Die Überquerung des Rheins: Operation Plunder und Operation Varsity

Die letzte Hürde der alliierten Offensive im Rheingebiet stellte der Rhein selbst dar. Seine Überquerung bei Wesel (Operation Plunder) war eine von mehreren koordinierten Rheinüberquerungen, an der eine Million alliierter Soldaten teilnahmen. Zur Unterstützung der Flussüberquerung wurden 14.000 Fallschirmjäger hinter den feindlichen Linien abgesetzt (Operation Varsity). Die Operationen wurden ein voller Erfolg. Hitlers Tage waren gezählt.

Die Endphase der alliierten Offensive im Rheingebiet war die Überquerung des sagenumwobenen Flusses selbst. Allen war klar, dass der Rhein das letzte große natürliche Hindernis für den alliierten Vormarsch nach Deutschland war. Die Überquerung des Rheins zwischen Rees und Wesel (Operation Plunder) war Teil mehrerer koordinierter Rheinüberquerungen.

Die Aktion begann am Abend des 23. März 1945. An dieser groß angelegten Operation waren eine Million Soldaten aus drei Ländern beteiligt. Die Alliierten zogen mehr als 4.000 Artilleriegeschütze am Westufer des Flusses zusammen und lagerten nahe der Front über 250.000 Tonnen Nachschub. Die Vorbereitungen wurden gegenüber den Deutschen durch die größte jemals gelegte Nebelwand verschleiert.

Zur Unterstützung der Rheinüberquerung wurde die umfassendste an einem Tag stattfindende Luftlandeoperation, Operation Varsity, durchgeführt. 14.000 Fallschirmjäger östlich des Rheins wurden hinter den feindlichen Linien abgesetzt, um den alliierten Brückenkopf zu stärken und die auf den Rhein zielende deutsche Artillerie außer Gefecht zu setzen.

Operation Plunder lief präzise wie ein Uhrwerk ab. Der deutsche Widerstand wurde durch ständigen Artilleriebeschuss vollständig gebrochen. Die Alliierten verloren in den ersten beiden Stunden lediglich 31 Mann. Einige Opfer von Operation Varsity und Operation Plunder sind auf dem Reichswaldfriedhof bestattet.

Nach der Errichtung der ersten Brückenköpfe brauchten die Pioniere der 9. US-Armee nur noch neun Stunden für den Brückenschlag über den Fluss. Winston Churchill befand sich im Hauptquartier von Feldmarschall Montgomery, um den Beginn der letzten Kriegsphase in Deutschland mitzuerleben. Mit der Überquerung des Rheins durch die Alliierten waren die Tage des Dritten Reichs gezählt.

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