Russische Zwangsarbeiter kaltblütig hingerichtet

Russische Zwangsarbeiter kaltblütig hingerichtet

Im Oktober 1944 werden viele osteuropäische und russische Kriegsgefangene bzw. Zwangsarbeiter in der Rur-Region eingesetzt, um deutsche Verteidigungsanlagen zur Erweiterung des Westwalls auszuheben. Eines Morgens Ende September treffen Tausende unzureichend gekleidete Zwangsarbeiter am Bahnhof von Herkenbosch ein. In den darauffolgenden Wochen vollzieht sich ein Drama, das sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis der Dorfbewohner eingraben wird…

Osteuropäische und russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wurden (in der sogenannten Organisation Todt) in der Rur-Region eingesetzt, um Stellungen für die Maas-Rur- und die Rur-Stellung auszuheben.

Die Deutschen errichteten diese umfangreichen Verteidigungsanlagen in dem Versuch, den westlichen Alliierten Einhalt zu gebieten, bevor diese das Ruhrgebiet erreichten. Jeden Tag wurden die Arbeiter gezwungen, Panzer- und Schützengräben sowie Unterstände zu graben. So wurde versucht, eine strukturierte Verteidigungsanlage – als Erweiterung des berühmten Westwalls – vor dem Ruhrgebiet zu errichten.

Manch osteuropäische Frau (es waren hauptsächlich Frauen) wurde misshandelt und vergewaltigt. Zudem wurde ein Teil der örtlichen Bevölkerung gezwungen, für die Besatzer zu graben. Einige der Dorfbewohner lernten auf die Dauer relativ gut Russisch, und einige russische Frauen sind nach dem Krieg in Herkenbosch geblieben.

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