Middelaar in geistlicher Not

Middelaar in geistlicher Not

Im September 1944 beginnt die Befreiung der Niederlande, jedoch nicht für Middelaar. Das Kirchdorf ist noch acht Monate lang Teil der Frontlinie und die Bevölkerung wird evakuiert. Nach dem Krieg ist das ganze Dorf ein einziger großer Trümmerhaufen. Auch die Kirche ist vollständig zerstört. Die Einwohner von Middelaar bauen eine Notkirche.

Am 17. September 1944 beginnt die Operation Market Garden. In der Umgebung der Städte Eindhoven, Nimwegen und Arnheim landen Fallschirmjäger mit dem Auftrag, mehrere Brücken an besonders wichtigen niederländischen Flüssen einzunehmen und diese zu halten, bis die aus Belgien vorrückenden Bodentruppen zu ihnen aufschließen.

Zu Tausenden fallen die Fallschirmjäger der Alliierten vom Himmel. Hunderte Lastensegler landen mit ihren riesigen Laderäumen voller leichter Geschütze, Munition und sogar ganzen Jeeps einfach auf den Wiesen und Feldern. Aber der deutsche Widerstand in dieser Region ist groß.

Südöstlich von Nimwegen werden Dörfer wie Mook, Molenhoek und Bisselt schnell befreit. Nur einige Kilometer südlich liegt das Dorf Middelaar, eingekeilt zwischen der Maas auf der einen und den steilen Hügeln des Reichswalds auf der anderen Seite.

Vier Monate lang verläuft die Frontlinie von Erlecom an der Waal über Groesbeek zu dieser Ecke an der Maas. Für Zivilisten wird das Leben an der Front unerträglich, alle müssen das Gebiet räumen. Über Goch und Rees landen viele Flüchtlinge aus Middelaar schließlich nach Wochen des Umherirrens in der Nähe von Mijdrecht. Pfarrer Veugelers hat seine Gemeinde begleitet, aber er soll Middelaar nie wiedersehen.

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