Auf der Kellertreppe war noch Platz

Auf der Kellertreppe war noch Platz

Im März und April 1945 tobt der Kampf um die Region Achterhoek. Die Menschen, die ihn miterlebt haben, können sich an ihren Aufenthalt in den Schutzkellern noch gut erinnern. Die Geräusche, die Ängste, die Gerüche, die Gebete, das schwache Licht der Karbidlampen und der beengte Raum. Die traumatischen Erfahrungen haben bei jedem ihre Spuren hinterlassen.

Die Operation Market Garden erreicht im September 1944 nicht das geplante Ziel. Dadurch gerät der Vormarsch der Alliierten in der Region um Arnheim und Nimwegen ins Stocken. Monatelange Kämpfe mit heftigen Bombardierungen, Überflutungen und Artilleriefeuer sowie große Flüchtlingsströme sind die Folge. Auf beiden Seiten sind zahlreiche Opfer, darunter auch viele Zivilisten, zu beklagen. Aber die Front bewegt sich nicht vorwärts.

Die Alliierten stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Von Nimwegen nach Norden vorzustoßen, ist nicht möglich, weil die Besatzer die Betuwe geflutet haben. Und im Osten liegt der Westwall, eines der wichtigsten Verteidigungssysteme des deutschen Reiches.

Diese Verteidigungslinie gilt es zu durchbrechen. Im Februar 1945 findet – ausgehend von der Region „Rijk van Nijmegen“ – die große Rheinlandoffensive statt. Das deutsche Gebiet westlich des Rheins wird nach heftigen Gefechten erobert. Ende März überqueren die Alliierten den Rhein und können weiter vordringen. Ein Teil der Armee zieht in die Region Achterhoek. Dieser Teil der Niederlande wird somit von Deutschland aus befreit.

Der Ostermontag fällt 1945 auf den 1. April, und der Kampf um Zeddam tobt nun am stärksten. Die Zivilbevölkerung, die auf den Bauerhöfen zurückgeblieben ist, versteckt sich – häufig Schulter an Schulter mit Verwandten, Untergetauchten und Evakuierten – in den Schutzkellern.

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Bovendorpsstraat, am Kriegerdenkmal.

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