Ein Dorf von Witwen

Ein Dorf von Witwen

Am 2. Oktober 1944 werden – als Vergeltungsmaßnahme für das Attentat einer Widerstandsgruppe – 659 Männer ergriffen. Am selben Abend gehen etwa 110 Häuser in Flammen auf. Die Männer werden ins Lager Amersfoort abgeführt. Am 11. Oktober werden 601 von ihnen ins Konzentrationslager Neuengamme transportiert. Die Frauen von Putten bleiben vollkommen erschüttert zurück. Der Zweite Weltkrieg wird in der Gemeinschaft von Putten tiefe und unauslöschliche Spuren hinterlassen.

Am 2. Oktober 1944 werden – als Vergeltungsmaßnahme für das Attentat einer Widerstandsgruppe – 659 Männer festgenommen und ins Lager Amersfoort abgeführt. 601 von ihnen werden ins Konzentrationslager Neuengamme deportiert. Die Frauen und ihre Kinder müssen Putten an jenem 2. Oktober bis fünf Uhr verlassen. Nicht lange danach steht ein Teil des Ortes in Flammen; etwa hundert Häuser werden in Schutt und Asche gelegt. Viele Familien können nicht mehr nach Hause zurück. Aber die tapferen und beharrlichen Bewohner von Putten helfen sich gegenseitig durch die schlimmen Zeiten. In den Niederlanden und sogar im Ausland wird Hilfe organisiert; überall werden Sammlungen abgehalten.

Am 18. April 1945 wird Putten von den Kanadiern befreit. Letztlich kehren nur 48 Männer zurück, von denen nochmals fünf zu Hause sterben. Am 1. Oktober 1949 enthüllt Königin Juliana ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Razzia. „Die Frau von Putten“, eine Witwe mit Taschentuch blickt in Richtung der Alten Kirche, von wo die Männer abtransportiert wurden.

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Neben Denkmal Oktober 1944 auf Van Haersma de Withstraat

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