Bis zur deutschen Kapitulation in den Niederlanden

Hunger, Kämpfe und Kapitulation

Im Mai 1940 wurden die Niederlande von deutschen Streitkräften besetzt. Erst fünf Jahre später konnten sie wieder hinaus gedrängt werden. Der letzte Schlag zur Befreiung des ganzen Landes wurde im Februar 1945 geführt, nachdem der so genannten Hungerwinter in den noch besetzten Gebieten 20.000 Menschenleben gefordert hatte.

Im Mai 1940 überschritten deutsche Truppen die Grenze zu den Niederlanden. Nach fünftägigen Kämpfen sah sich die niederländische Armee zur Kapitulation gezwungen. Die deutsche Besatzung des Landes hatte begonnen. Erst nach fünf Jahren wurde es von den alliierten Truppen befreit.

Die Befreiung der Niederlande war insofern bemerkenswert, als dass der größte Teil des Südens im September 1944 während der Operation Market Garden und die Schlacht an der Scheldemündung befreit wurde, der Norden aber bis zum Frühjahr 1945 in den Händen der Deutschen blieb.

Nach dem Scheitern von Operation Market Garden beschlossen die Alliierten, dem Vormarsch in Richtung Osten zum Rhein und ins Innere Deutschlands Priorität zu geben. Der nördliche Teil der Niederlande sollte später befreit werden. Das führte zu der seltsamen Situation, dass der Schlag der Alliierten zur endgültigen Befreiung der Niederlande von Deutschland aus geführt wurde. Sporadisch flammten noch Kämpfe auf, und zwar immer dann, wenn vereinzelte deutsche Kommandeure nicht aufhörten, Widerstand zu leisten.

Inzwischen hatten Lebensmittel- und Treibstoffknappheit sowie der härteste Kriegswinter dazu geführt, dass im westlichen Teil der Niederlande etwa 20.000 Zivilisten starben. Dieser Winter ging als Hungerwinter in die Geschichte ein.

In der ersten Maiwoche 1945 waren die Deutschen zwar endlich bereit, bei Nahrungsmitteltransporten der Alliierten zu kooperieren, wollten aber noch immer nicht kapitulieren. Als sich jedoch die Nachricht von Hitlers Selbstmord verbreitete, war das Kriegsende nah.

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