Die Offensive im Rheingebiet

Von Operation Veritable bis Operation Varsity

Die Offensive der Alliierten im Rheingebiet umfasste mehrere großräumige Militäroperationen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs auf europäischem Boden. Die Hauptziele dieser gemeinsamen britisch-amerikanisch-kanadischen Operationen bestanden in der Eroberung des westrheinischen Territoriums und der Überschreitung des Flusses. Einen Erfolg vorausgesetzt, sollte die Offensive der letzten deutschen Verteidigungslinie im Westen den endgültigen Schlag versetzen.

Um den Krieg zu beenden, plante Feldmarschall Montgomery mit der Offensive im Rheinland eine gewaltige Operation, durch die das westrheinische Gebiet erobert und dann der Fluss überschritten werden sollte. Dieser Offensive ging eine der größten Truppenkonzentrationen der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs voraus. Anfang Februar 1945 wurden im Raum Groesbeek und Nimwegen in den Niederlanden 500.000 alliierte Soldaten mit 1.000 Geschützen und 34.000 Fahrzeugen zusammengezogen. Es war die größte jemals von niederländischem Boden ausgehende Offensive und die größte Operation in Nordwesteuropa.


Die Alliierten waren den deutschen Truppen zahlenmäßig weit überlegen. Diese profitierten aber von den nicht vorhersehbaren Bodenverhältnissen und den schlechten Witterungsbedingungen. Am Abend des 23. März begann Operation Plunder: Die Überquerung des Rheins durch die alliierten Streitkräfte mit Hilfe von gepanzerten Amphibienfahrzeugen und Behelfsbrücken. Am nächsten Morgen um 07:00 Uhr begann Operation Varsity, die letzte größere Luftlandeoperation des Krieges.

Zwei Fallschirmjägerdivisionen wurden hinter den deutschen Linien am östlichen Rheinufer bei Wesel zur Unterstützung der Flussüberquerung abgesetzt. Nachdem sie den Rhein überschritten hatten, gewannen die Panzerdivisionen der Alliierten die Kontrolle über die weiten, offenen Ebenen Norddeutschlands. Die deutschen Truppen waren nicht mehr in der Lage, eine wirksame Verteidigung zu organisieren.

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