Dungeness

Das in Kent an Englands Südostküste gelegene Dungeness spielte in der Operation Pluto eine Schlüsselrolle. Bei dieser Operation wurden 700.000.000 Liter Treibstoff für die alliierten Truppen durch auf dem Boden des Ärmelkanals verlegte Pipelines aufs europäische Festland gepumpt. Es war eine der größten ingenieurtechnischen Leistungen in Kriegszeiten.

Operation Pluto war für die erfolgreiche Invasion der alliierten Truppen in Europa im Juni 1944 von größter Bedeutung. Zur Sicherung des Fortkommens der Generatoren, Panzer, Jeeps und anderen Fahrzeuge nach der Landung wurden enorme Mengen an Kraftstoffen benötigt.

Der Treibstofftransport mit Öltankern war wegen der feindlichen Angriffe und wechselhaften Wetterbedingungen zu riskant. Daher wurde der Plan entwickelt, am Meeresgrund zwischen Südengland und Orten in Frankreich Pipelines zu verlegen, und zwar eine von Shanklin auf der Isle of Wight nach Port-en-Bessin und eine zweite von Dungeness nach Ambleteuse.

Die Teile der Pluto-Pipeline wurden mit der Bahnlinie Romney, Hythe and Dymchurch Railway in Kent nach Dungeness gebracht. Die hier abgehende Pipeline erhielt den Decknamen Dumbo. Um den Treibstoff durch die Pipelines nach Frankreich zu pumpen, wurden viele getarnte Pumpstationen errichtet. Pluto Cottage, eine Pumpstation mit dem Aussehen eines normalen kleinen Hauses, wird heute als Bed-and-Breakfast genutzt. Überall in der Gegend kann man noch immer viele Gebäude aus dieser Zeit finden, und an den Stränden von Romney Marsh sind sogar noch Überreste der Pipeline selbst sichtbar.

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