Landungs-Museum Arromanches

Das Musée du Débarquement in Arromanches erläutert das technische Können bei der - in Großbritannien erfolgten - Vorfertigung des künstlichen Hafens von Arromanches. Ein Modell und ein Film vervollständigen die lehrreiche Präsentation. Die Überreste des Hafens, die durch ein großes, auf die Bucht gehendes Fenster zu sehen sind, werden so verständlicher.

Das Musée du Débarquement in Arromanches war das erste Museum, das zu dem Zweck gebaut wurde, die vom 6. Juni 1944 und danach in der Normandie abspielenden Ereignisse zu präsentieren. Finanziert wurde es durch den Verkauf der Wracks, die das umliegende Küstengebiet verschmutzen. Am 5. Juni 1954 wurde das direkt gegenüber dem ehemaligen künstlichen Hafen befindliche Museum eröffnet.

Im Museum wird erläutert, wie die künstlichen Hafenanlagen gebaut und verwendet wurden. Zuerst wurde eine Reihe schwimmender Wellenbrecher (kreuzförmig angeordnete Metallcontainer, die Bombardons genannt wurden) ausgelegt. Dann baute man einen Kai, indem ausgemusterte Frachtschiffe vor Ort versenkt wurden, denen eine Reihe riesiger Senkkästen aus Beton, von denen jeder einzelne 1.600 bis 6.000 Tonnen wog, hinzugefügt wurde. Diese ebenfalls in Großbritannien hergestellten Senkkästen wurden über den Ärmelkanal gezogen und dann an der vorgesehenen Stelle zu Wasser gelassen. Zum Schluss installierte man in der Bucht Schwimmdocks, die mittels schwimmender Straßen mit dem Festland verbunden wurden. Docks und Zufahrtstraßen bewegten sich mit den Gezeiten über eine Höhe von mehreren Metern auf und ab.

Die Funktionsweise des Hafens wird anhand eines Modells erläutert, und ein Film zeichnet die verschiedenen Phasen des Entwurfs, des Baus und der Montage nach. Lebendige Bilder erwecken den Sturm vom 19. bis 22. Juni 1944, der die ganze Konstruktion fast zerstört hätte, wieder zum Leben. Hinter dem Museum und am Strand können die Besucher einen Blick auf die metallenen Überreste der schwimmenden Straße des Hafens werfen.

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