Utah Beach

Utah Beach war der Deckname für den am weitesten westlich gelegenen Landungsstrand am 6. Juni 1944, dem D-Day. An diesem Küstenabschnitt ging die 4. US-Infanteriedivision an Land. Der Vorstoß am Utah Beach war recht erfolgreich - auch dank der amerikanischen Landungstruppen, die ernsthafte deutsche Gegenangriffe verhinderten.

Utah Beach war der Deckname für den am weitesten westlich gelegenen Landungsabschnitt am D-Day. Hier stürmte die 4. US-Infanteriedivision mit der Aufgabe die Küste, am Fuß der Halbinsel Cotentin einen Brückenkopf zu errichten. Das war sehr wichtig, da der Überseehafen von Cherbourg so schnell wie möglich eingenommen werden sollte.
Fünf Stunden, bevor die ersten Einheiten von See aus die Küste erreichten, wurden amerikanische Fallschirmjäger hinter den Verteidigungsstellungen des Gegners abgesetzt. Indem sie sich zur Küste vorkämpften, setzten sie die feindlichen Stellungen außer Gefecht, die das weitere Vorrücken der alliierten Truppen vom Strand weg gefährdet hätten. Den Fallschirmjägern gelang es, bedeutende Gegenangriffe zu verhindern.

Der deutsche Verteidigungsstützpunkt an der Küste von La Madeleine bestand aus verschiedenen Unterständen und Bunkern und war mit einem Granatwerfer und vier Geschützen bestückt, die eine Panzerabwehrzone sicherten. Diese bescheidene Verteidigungsstellung konnte am D-Day dem schweren Bombardement aus der Luft und von Seeseite nicht standhalten. Den angreifenden amerikanischen Truppen schlug nur wenig Widerstand entgegen, obwohl viele Soldaten fast 2.000 Meter südlicher als ursprünglich geplant landeten. Am Abend hatte sich der Angriff als voller Erfolg mit relativ wenigen amerikanischen Verlusten erwiesen.

Da die Deutschen fast alle Hafenanlagen entlang der Atlantikküste zerstört hatten, mussten die Strände deren wichtige logistische Rolle übernehmen. Von Juni bis November 1944 wurde ein schier endloser Strom von Mannschaften und Versorgungsgütern über Utah Beach angelandet. Am 11. November 1944 weihte man ein Denkmal für die 1. Pionierbrigade am Ort des ehemaligen Stützpunktes La Madeleine ein, das somit das erste auf den Landungsküsten errichtete Denkmal war.

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