Sword Beach

Sword war der Deckname für den am weitesten östlich gelegenen der fünf Landungsstrände in der Normandie. Verstärkt durch Kommandotruppen und unterstützt von speziell ausgerüsteten Panzern, landete hier am 6. Juni 1944 die 3. britische Infanteriedivision. Die Soldaten sollten zusammen mit der 6. Luftlandedivision Caen einnehmen, was erst einen Monat später, am 9. Juli, gelang.

Sword war der Deckname für den am weitesten östlich gelegenen der fünf Landungsstrände in der Normandie.

Hier waren die Herausforderungen besonders groß. Das Ziel bestand darin, zusammen mit der 6. Luftlandedivision, die zwischen der Orne und der Dives gelandet war, die linke Flanke des alliierten Brückenkopfes in der Normandie zu schützen. Gemeinsam sollten sie die strategisch wichtige Stadt Caen, fünfzehn Kilometer von Sword Beach entfernt, einnehmen.
Der Angriff wurde von der britischen 3. Infanteriedivision geführt, die durch Kommandoeinheiten der 1. und 4. Special Service Brigade und speziell ausgerüsteten Panzern verstärkt worden war. Der Bereich Sword Beach erstreckte sich von Langrune nach Ouistreham. Nach der Landung am 6. Juni 1944 schalteten die Kommandotrupps die deutschen Verteidigungsstellungen durch Angriffe von beiden Seiten her aus.

Die Landung am Sword Beach war weitgehend erfolgreich. Nach der Befreiung Ouistrehams von feindlichen Einheiten konnte die 1. Special Service Brigade zu den Fallschirmjägern in Bénouville vorstoßen und sich am Ostufer der Orne festsetzen. Die Kommandotrupps, die die Verbindung mit den am Juno Beach gelandeten kanadischen Einheiten sichern sollten, schafften das am Abend des 6. Juni jedoch noch nicht, denn sie wurden von der 21. deutschen Panzerdivision attackiert. Nach dem Verlust von 50 Panzern gaben die Deutschen schließlich ihre Stellungen auf.

Staus an den Landungsstränden und der entschlossene Widerstand einiger deutscher Verteidigungsstellungen weiter landeinwärts hinderten die Briten daran, Caen am 6. Juni, wie erhofft, einzunehmen. Erst nach mehr als einem Monat heftiger Kämpfe gelang es, die Stadt am 9. Juni 1944 vollständig zu befreien.

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Touristische Informationen

In der Gegend um Hermanville gibt es viel Sehenswertes. In Hermanville-Plage steht an der Kreuzung der Rue du Dr Turgis and Rue Amiral Wietzel ein Centaur-Panzer, der die Kommandotrupps der Royal Marines unterstützt hatte. Bei Hermanville-Bourg befindet sich ein britischer Soldatenfriedhof mit 1.005 Gräbern. Auch die ehemalige deutsche Hillman-Bunkeranlage in Colleville-Montgomery ist einen Besuch wert. 

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