Omaha Beach

Omaha Beach ist der bekannteste der fünf Landungsabschnitte vom 6. Juni 1944, dem D-Day. An diesem sechs Kilometer langen Strand hatten die US-Einheiten gegen eine nahezu vollständig intakte deutsche Verteidigung anzukämpfen. Sie erlitten schwere Verluste und standen kurz vor dem Scheitern.

Omaha Beach ist der berühmteste der fünf Landungssektoren vom 6. Juni 1944. Die an der Landung beteiligten US-Truppen verloren hier etwa 4.700 Soldaten, die getötet, verwundet oder als verschollen gemeldet wurden. Es war diejenige der fünf Landungszonen, die am D-Day die höchste Verlustrate hatte. Der Strand wurde bald auch Bloody Omaha genannt.

Die beiden US-Infanteriedivisionen, die von 06.30 Uhr an landeten (die 1. Division in der Osthälfte der Küste und die 29. Division in der Westhälfte), durchliefen äußerst kritische Phasen. Die ersten beiden Angriffswellen wurden innerhalb weniger Minuten zurückgeschlagen.

Alle Pionierbataillone der Land- und Seestreitkräfte erlitten schwerste Verluste. Sie sollten die Strände von den vielen, ein rasches Vorankommen verzögernden Hindernissen befreien. Die weitgehend ungeschützten Pioniere gerieten aber unter feindlichen Beschuss. Dennoch schafften es kleine Gruppen von ihnen trotz des ganzen Chaos, zwischen die deutschen Befestigungsanlagen zu gelangen und zumindest ein kleines Stück Gelände zu gewinnen. Noch am Abend des D-Day war die Lage prekär.

Die schweren Verluste sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
Trotz des vorbereitenden Beschusses und Bombardements blieben nahezu alle Verteidigungsstellungen einsatzbereit. Die deutschen Einheiten waren zahlenmäßig stärker als erwartet. Die Schwimmpanzer versagten zu Beginn des Angriffs kläglich, einige von ihnen sanken in der rauen See. Nachdem sie aus dem Landungsboot gesprungen waren, mussten die Angreifer mehrere hundert Meter ungeschützt durch hüfthohes Wasser waten (die Landungsboote kamen zum Stehen, sobald sie auf den flachen Meeresboden aufliefen). Schließlich boten die fünfzehn - Widerstandsnester genannten - Verteidigungsstützpunkte den Deutschen ein perfektes Schussfeld. Steht man heute auf den Hügeln, wird einem klar, wie sehr die Verteidiger im Vorteil waren.

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