Reichstagsgebäude

Der Reichstag wurde von 1884 bis 1894 erbaut. Im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik diente er als Parlamentssitz. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde das Gebäude von 1994 an rekonstruiert umgestaltet. Heute ist der Reichstag Sitz des Deutschen Bundestags.

Das ursprüngliche Reichstagsgebäude wurde 1884 vom Architekten Paul Wallot entworfen, bevor es 1894 als Reichstag des Deutschen Kaiserreichs eröffnet wurde. Ab 1918 war es Sitz des Parlaments der Weimarer Republik. Der so genannte Reichstagsbrand von 1933 führte zur völligen Zerstörung des Plenarsaals. Der niederländische Kommunist Marinus van der Lubbe wurde der Brandstiftung angeklagt und zum Tode verurteilt. Adolf Hitler nutzte den Reichstagsbrand als Vorwand für die Verfolgung seiner politischen Gegner.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark zerstört. Das Gefecht um den Reichstag war Teil der letzten Kämpfe bei der Einnahme Berlins. Nach seiner Erstürmung am 30. April 1945 hissten zwei sowjetische Soldaten die Flagge der Sowjetunion auf dem mit einer besonderen Symbolik verbundenen Reichstagsgebäude. Diese Szene wurde am 2. Mai für ein Propagandafoto nachgestellt.

Von 1949 bis 1999 tagte das deutsche Parlament, der Bundestag, in Bonn. Das im britischen Sektor gelegene Reichstagsgebäude wurde nach der Teilung Berlins schon bald zum Symbol der deutschen Einheit. Daher entschied der Bundestag, das Gebäude trotz der starken Kriegsschäden zu erhalten. Es wurde in den 1960er Jahren teilweise wiederhergestellt.
Nach der deutschen Wiedervereinigung sollte das Gebäude auf Beschluss des Bundestags wieder als Parlamentssitz genutzt werden. 1994 begann der Umbau und die Modernisierung des Bauwerks nach Plänen des Stararchitekten Norman Foster. Seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 1999 ist der Reichstag Sitz des Deutschen Bundestags. Seine gläserne Kuppel ist für Besucher zugänglich.

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Touristische Informationen

Dach und Kuppel des Reichstagsgebäudes sind für Besucher geöffnet. Von dort hat man einen großartigen Blick auf das Parlaments- und Regierungsviertel und weitere Sehenswürdigkeiten Berlins. In der sitzungsfreien Zeit des Bundestags werden 90-minütige Rundgänge angeboten.

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