Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin-Charlottenburg wurde im November 1945 bei Luftangriffen beschädigt und im April 1945 völlig zerstört. Die Kirchturmruine blieb als Mahnmal gegen den Krieg erhalten. Die neue Kirche wurde am 17. Dezember 1961 eingeweiht.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz, wo die Einkaufsmeile der Tauentzienstraße und des Kurfürstendamms beginnt, wurde 1895 geweiht. Kaiser Wilhelm II. hatte sie im Gedächtnis an seinen Großvater Kaiser Wilhelm I. (1861-1888) seinem Volk zum Geschenk gemacht.

Die Kirche wurde am 23. November 1945 bei Luftangriffen beschädigt und im April 1945 völlig zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Ruine des Hauptturms als Mahnmal gegen den Krieg und für Frieden und Aussöhnung erhalten.

Die neue, vom Architekten Egon Eiermann entworfene Kirche mit der Turmruine im Zentrum wurde am 17. Dezember 1961 von Bischof Otto Dibelius eingeweiht. Die Kirchenwände und der neue Turm bestehen aus insgesamt 21.334 blauen Glasscheiben, die von dem französischen Künstler Gabriel Loire aus Chartres geschaffen wurden. In der neuen Kirche halten die Gedenkhalle in der Turmruine mit dem Nagelkreuz von Coventry und dem Ikonenkreuz der Russischen Orthodoxen Kirche sowie eine schwebende Messingfigur des auferstandenen Herrn, welche an die protestantischen Märtyrer des nationalsozialistischen Regimes erinnert, den Versöhnungsgedanken lebendig.

Im Turm hängen sechs Bronzeglocken, die insgesamt 17.000 kg schwer sind. Die Inschrift auf der größten Glocke lautet: "Eure Städte sind mit Feuer verbrannt.” (Jesaja, 1,7) und "Aber mein Heil bleibt ewig, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben.” (Jesaja, 51,6).

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