Sanitätsbunker Simonskall

Der Sanitätsbunker Nr. 374 in Simonskall wurde 1938 gebaut. Vier Sanitäter konnten hier zwanzig bis dreißig verwundete oder kranke Soldaten notversorgen. Nach dem Krieg diente der Bunker zuerst als Notunterkunft für zurückgekehrte Einwohner und später als Keller eines Privathauses. Der Zugang ist nur eingeschränkt möglich.

Der Sanitätsbunker Nr. 374 in Simonskall liegt am Anfang der zum Ort Vossenack hinauf führenden Straße. Er ist der einzige seiner Art, der in Nordrhein-Westfalen erhalten geblieben ist. Der Bunker entstand 1938 als Regelbau Typ Nr. 32 (10,20 x 14,90 Meter) mit 1,5 Meter starken Wänden. Vier Sanitäter konnten hier zwanzig bis dreißig verwundete oder kranke Soldaten notversorgen. Die Verhältnisse waren sehr beengt. Es standen nur zwei Behandlungsräume zur Verfügung. In Behandlungsraum 1 für „gaskranke“ Personen waren beispielsweise mindestens zehn bis fünfzehn Betten auf einer Fläche von 2,70 x 5,00 Metern untergebracht. Außerdem gab es noch einige andere, wesentlich kleinere Räume. Die Einrichtung des Bunkers ist fast vollständig im Original erhalten geblieben.

Im Herbst 1944 verlief die wichtigste Frontlinie im Hürtgenwald nahe Simonskall. Am 4. November 1944 konnten Soldaten des 110. US-Infanterieregiments sowohl das Dorf als auch den Sanitätsbunker einnehmen.

Nach dem Krieg diente der Bunker zunächst als Notunterkunft für zurückgekehrte Einwohner und dann als Fundament und Keller eines Privathauses. Daher ist der Zugang zum Bunker nur eingeschränkt möglich. Besichtigungen sollten möglichst mit dem Museum “Hürtgenwald 1944 und im Frieden” in Vossenack vereinbart werden, das von dem gleichen Verein betrieben wird, der auch den Bunker restauriert hat. Der Ort wurde in den „Historisch-literarischen Wanderweg – Hürtgenwald 1938-1947“ und das daraus entstandene Projekt „Multimedia Historyguide“ aufgenommen.

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