Schloss Cecilienhof

Kaiser Wilhelm II. ließ Schloss Cecilienhof für seinen Sohn, Kronprinz Wilhelm, und dessen Gemahlin, Kronprinzessin Cecilie, errichten. Es war das letzte von der bis 1918 in Deutschland herrschenden Dynastie der Hohenzollern gebaute Schloss. Weltberühmt wurde es durch die Potsdamer Konferenz von 1945.

Im Juli und August 1945 fand im Schloss Cecilienhof, unweit von Berlin, die letzte Konferenz der Alliierten im Zweiten Weltkrieg statt. Der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II., hatte Schloss Cecilienhof für seinen ältesten Sohn, Kronprinz Wilhelm (1882 - 1951), bauen lassen. Es wurde nach der Gemahlin des jüngeren Wilhelm, Kronprinzessin Cecilie (1886 - 1954), benannt und war das letzte Schloss, das von der Dynastie der Hohenzollern, die bis November 1918 in Preußen und Deutschland herrschte, gebaut wurde.

Schloss Cecilienhof entstand im englischen Tudorstil mit Fachwerk- und Backsteinwänden und zahlreichen dekorativen Schornsteinen. Diese traditionellen architektonischen Merkmale sollten die Verbindung zur umgebenden Landschaft herstellen. Um das Schloss mit seinen 176 Räumen kleiner erscheinen zu lassen, wurden einzelne Bauelemente geschickt um mehrere Innenhöfe herum gruppiert.

Die Nutzung des Schlosses für die Potsdamer Konferenz von 1945 brachte eine größere Veränderung der Möblierung und des Interieurs einzelner Räume mit sich. Dennoch vermittelt Schloss Cecilienhof auch 70 Jahre nach der Konferenz eine authentische Atmosphäre, in der man sich leicht in die bedeutenden Ereignisse des Sommers 1945 hineinversetzen kann. Die Dauerausstellung wurde kürzlich in neuem Gewand wiedereröffnet. Unter weitgehender Wahrung der Möblierung wurde die Darstellung der historischen Ereignisse überarbeitet und, unter Einbeziehung aller Räume des Schlosses, neu gestaltet. Eine Fülle historischer Aufnahmen und viel Informationsmaterial zeichnen ein lebendiges Bild der Konferenz.

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