Bedingungslose Kapitulation Deutschlands

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 wurde der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Die Kapitulation fand im Berliner Stadtteil Karlshorst statt, wo die sowjetischen Streitkräfte nach der Eroberung von Berlin ihr Hauptquartier eingerichtet hatten.

Einen Tag zuvor, am 7. Mai 1945, hatte der Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generaloberst Alfred Jodl, die deutsche Kapitulation im Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte (SHAEF) in Reims, Frankreich, unterzeichnet. Da die Kapitulationsurkunde nicht vom deutschen Oberkommando unterschrieben worden war, stimmten alle Teilnehmer darin überein, dass zur Ratifizierung ein zweiter Akt durch hochrangige deutsche Offiziere notwendig war.

Die Kapitulationszeremonie wurde am 8./9. Mai 1945 in Berlin wiederholt. Kurz nach Mitternacht wurde die Kapitulationsurkunde durch Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Generaloberst Hans-Jürgen Stumpff und Generaladmiral Hans Georg von Friedeburg im Namen des Deutschen Oberkommandos unterzeichnet. Im Namen des Oberkommandos der sowjetischen Armee unterzeichnete Marschall Georgi Schukow, und als Vertreter des Oberkommandierenden der Alliierten Expeditionsstreitkräfte setzte der britische Luftmarschall Arthur W. Tedder seine Unterschrift unter das Dokument.

Nach der Unterzeichnung lud Schukow die westlichen Alliierten zu einem Bankett ein. Nicht nur im sowjetischen Hauptquartier in Berlin, sondern überall in der Welt wurden der Sieg über Deutschland und das Ende des Zweiten Weltkriegs stürmisch gefeiert.

Das Datum der Verkündung der Kapitulation in Moskau, der 9. Mai, galt in der Sowjetunion, und ist es in Russland heute noch, als Tag des offiziellen Endes des Zweiten Weltkriegs. Im Westen wird der Tag des Sieges (VE Day) am 8. Mai begangen.

Schlüsselwörter


Karte

Punkt auf der Karte zeigen

Geschichten (14)

Mehr Geschichten