Rurtalsperre Schwammenauel

Mit dem Ziel, nach dem Übergang über die Rur zum Rhein vorzustoßen, starteten die Alliierten im November 1944 ihre Operation Queen. Dabei erkannten sie nach und nach die Gefahr, dass durch die Öffnung der Rurtalsperren das gesamte Flusstal überschwemmt und die Überquerung der Rur unmöglich gemacht würde. Tatsächlich öffneten die Deutschen bei ihrem Rückzug die Rurtalsperre Schwammenauel und hielten damit die alliierten Truppen zwei Wochen auf.

Mit dem Ziel, nach dem Überqueren der Rur zum Rhein vorzustoßen, starteten die Alliierten im November 1944 ihre Operation Queen. Dabei wurden die Bodentruppen durch eine der größten taktischen Luftoperationen des gesamten Zweiten Weltkriegs unterstützt, in deren Verlauf die Städte Düren und Jülich fast völlig zerstört wurden. Nachdem die Rurtalsperre Schwammenauel südöstlich von Schmidt in den amerikanischen Operationsplanungen eigentlich keine Rolle gespielt hatte, erkannte das amerikanische Oberkommando jetzt, dass bei einer Öffnung der Schleusentore das gesamte Gebiet um Düren überflutet und eine Flussüberquerung damit unmöglich gemacht würde.

Deshalb rückten am 13. Dezember amerikanische Einheiten auf die Talsperre vor. Das ungünstige Wetter und der erbitterte deutsche Widerstand verzögerten jedoch den Vormarsch. „Der Wald war ein höllisch grauenhafter Ort zum Kämpfen“, erinnerte sich später der Veteran George Morgan. Die amerikanischen Soldaten verbrachten die kalten Winternächte in Schützenlöchern, manche von ihnen trugen noch ihre Sommeruniformen. Diese Art des Kampfes traf sie völlig unvorbereitet. Neben den großen Verlusten an Toten und Verwundeten wurden immer mehr Soldaten aufgrund von Erfrierungen und Lungenentzündung kampfunfähig.

Die deutsche Gegenoffensive, die Ardennenoffensive, begann am 16. Dezember 1944 und stoppte vorerst alle amerikanischen Aktionen im Hürtgenwald. Erst nach dem Zusammenbruch dieser Offensive am 10. Januar 1945 nahmen die amerikanischen Verbände ihre Angriffe wieder auf. Aber erst Mitte Februar waren die letzten deutschen Truppen aus dem Hürtgenwald vertrieben. Auf ihrem Rückzug öffneten sie die Rurtalsperre Schwammenauel und verzögerten so den amerikanischen Vormarsch in Richtung Düren um weitere zwei Wochen.

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