Die letzten Kämpfe in Berlin

Am 16. April 1945 begannen die sowjetischen Truppen, Berlin mit einer zangenförmigen Bewegung einzukreisen. Fünf Tage später marschierten die ersten sowjetischen Soldaten von Osten her in die Stadt ein und kämpften sich bis ins Stadtzentrum vor. Am 2. Mai, zwei Tage nach Hitlers Selbstmord, erging an alle noch in Berlin befindlichen deutschen Einheiten der Befehl, sich zu ergeben.

Am 16. April 1945 begannen die sowjetischen Truppen unter Führung von Marschall Konstantin Rokossowski, Marschall Georgi Schukow und Marschall Iwan Konew, Berlin von Norden, Osten und Süden her einzuschließen. Sie kamen nur mühsam voran. Es dauerte mehrere Tage, bis sie die deutschen Verteidigungsstellungen überwunden hatten. 
Am 21. April 1945 rückten die ersten sowjetischen Einheiten von Osten her in Berlin ein und bahnten sich langsam ihren Weg bis ins Stadtzentrum. Aufgrund des verzweifelten Widerstands der Deutschen mussten sie sich von Haus zu Haus vorkämpfen. Tausende Menschen starben auf beiden Seiten. Dennoch konnten die aus regulären Einheiten, SS und Volkssturm bestehenden deutschen Kräfte den sowjetischen Vormarsch nicht mehr aufhalten.

In den frühen Morgenstunden des 29. April gelang es sowjetischen Soldaten, die Moltke-Brücke zu überqueren und das Innenministerium anzugreifen. Nachdem sie im Verlauf des Tages das Gestapo-Hauptquartier eingenommen hatten, rückten die sowjetischen Einheiten auf den Reichstag vor. Der Kampf um den Reichstag gehörte zu den letzten Gefechten bei der Einnahme Berlins. Nach der Erstürmung dieses legendären Gebäudes, hissten zwei Soldaten auf seinem Dach die sowjetische Flagge. Aber die vollständige Kontrolle über den Reichstag erlangte die sowjetische Armee erst nach zwei weiteren Tagen.

Die in der Stadt verbliebenen 10.000 deutschen Soldaten unter General Helmuth Weidling wurden in einem ständig schrumpfenden Bereich des Stadtzentrums eingeschlossen. Am 2. Mai, zwei Tage nach Hitlers Selbstmord, erging an alle noch in Berlin befindlichen deutschen Einheiten der Befehl, sich den sowjetischen Truppen zu ergeben.

Viele sowjetische Soldaten hegten Rachegefühle. Zahlreiche deutsche Frauen wurden Opfer von Vergewaltigungen, starben dabei oder nahmen sich selbst das Leben. Nach der Kapitulation versuchte die sowjetische Militäradministration, die Gewaltakte einzudämmen und das zivile Leben wiederherzustellen.

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