Die Einnahme des Flughafens Tempelhof

Am 26. April 1945 übernahmen sowjetische Kampftruppen unter dem Befehl von General Wassili Tschuikow die Kontrolle über den Flughafen Berlin-Tempelhof. Mit seinen in unterirdischen Hangars stehenden startbereiten Flugzeugen bot Tempelhof der nationalsozialistischen Führung die letzte Möglichkeit zur Flucht und machte den Flughafen zu einem wichtigen Ziel in Tschuikows Angriffsplänen.

Am 26. April 1945 geriet der Flughafen Berlin-Tempelhof unter die Kontrolle der von General Wassili Tschuikow befehligten 8. Gardearmee. Mit seinen in unterirdischen Hangars stehenden startbereiten Flugzeugen bot Tempelhof der nationalsozialistischen Führung die letzte Möglichkeit zur Flucht und machte den Flughafen zu einem wichtigen Ziel in Tschuikows Angriffsplänen.

Seine Truppen hatten 1942/43 die 7. deutsche Armee bei Stalingrad geschlagen. Nach der für sie äußerst verlustreichen Schlacht um die Seelower Höhen drangen Tschuikows Verbände in die südlichen Bezirke der deutschen Hauptstadt ein und stießen zum südlichen Rand des Flugfeldes vor.

Ihnen stand ein Sammelsurium aus SS-Verbänden, einer Panzerdivision, örtlichen Flak-Einheiten und der Flugplatzgarnison gegenüber, die stundenlang hartnäckigen Widerstand leisteten. Erst nach intensiven Luftangriffen und dem massiven Artilleriefeuer von zur Verstärkung herangezogenen Truppen wurde der Flughafen Tempelhof eingenommen. Wenige Tage danach nahm der sowjetische Kriegsberichterstatter Jewgeni Chaldei sein berühmtes Foto auf, das sowjetische Soldaten mit ihrem Siegesbanner neben dem Reichsadler auf dem Dach des Tempelhofer Flughafens zeigt. Am amerikanischen Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, übernahmen die US-Truppen offiziell die Verantwortung für ihren Besatzungssektor im Südwesten Berlins und damit auch die Kontrolle über den Flughafen Tempelhof.

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