Die Allerseelenschlacht oder „Battle for Schmidt“

Am 12. September 1944 überschritten die ersten US-Soldaten die deutsche Grenze in der Nähe der historischen Stadt Aachen. Einige der US-Einheiten hatten die Aufgabe, ihre rechte Flanke durch das Vorrücken in den Hürtgenwald abzusichern. Dabei unterschätzten sie die deutschen Verteidigungskräfte und das schwierige Terrain. In der Allerseelenschlacht (auch bekannt als Battle for Schmidt), die am 2. November ausbrach, erlitten die amerikanischen Truppen schwere Verluste.

Am 12. September 1944 überschritten die ersten US-Einheiten die deutsche Grenze in der Nähe des Dorfes Roetgen bei Aachen. Im Zuge ihres Vormarsches auf die westlichste Stadt Deutschland rückten Einheiten der 1. US-Armee zur Absicherung der rechten Flanke südlich von Aachen in den in der Eifel gelegenen Hürtgenwald vor. Da die amerikanischen Truppen bei ihrem Vormarsch auf den Rhein zunächst keine entscheidenden Erfolge erzielt hatten, unternahmen sie Mitte Oktober erneute Anstrengungen. Dabei sollte zuerst das strategisch wichtige Dorf Schmidt westlich der Rurtalsperre eingenommen werden. Die von den Amerikanern „Battle for Schmidt“ und den Deutschen „Allerseelenschlacht“ genannten Kämpfe begannen in den Morgenstunden des 2. November 1944.

Die 28. US-Infanteriedivision stellte für den Vormarsch auf Schmidt drei Regimenter ab. Am zweiten Tag gelang es einem von ihnen, die Dorfkirche zu erreichen. Die anderen zwei Regimenter dagegen stießen in den dichten Wäldern auf starken Widerstand und erlitten schwere Verluste. Die amerikanischen Soldaten in Schmidt gerieten in das Artilleriefeuer der 89. deutschen Infanteriedivision und der 272. Volksgrenadierdivision. Da man das Terrain falsch eingeschätzt hatte, blieben die zur Verstärkung geschickten Panzer wirkungslos.
Zudem hatten die US-Truppen die deutschen Verteidigungskräfte unterschätzt. Diese wiederum taten alles, um den Hürtgenwald als Ausgangspunkt ihrer geplanten Ardennenoffensive zu halten. Alle Versuche der Alliierten, die Nachschubverbindungen zu reorganisieren, scheiterten. Die amerikanischen Einheiten auf dem kahlen Höhenrücken zwischen Vossenack und Schmidt sahen sich dem unablässigen Trommelfeuer der deutschen Artillerie ausgesetzt, bis am 8. November 1944 endlich der Befehl zum Rückzug kam.

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